Journal.at   26.11.2022 13:37    |    Benutzerkonto
contator.net » Business » Journal.at » Euroguide » Billiger Finanzieren  
 

Wir brauchen Cookies, siehe unsere Datenschutzerklärung.















Neueste Artikel

Maestro wird aufgelassen
Weniger Kredite
Kredite wesentlich teurer
Russland erholt sich lange nicht
Fintechs im Tief
Amerikaner in Schuldenfalle
Schlechte Stimmung in Japan
Kryptowährungen im Handel
mehr...








Ford GT 2022


Aktuelle Highlights

Nachhaltig heizen mit Holz


 
Journal.at Finanzierung
Aktuell  23.02.2022 (Archiv)

Score gegen Bilanzbetrug

Das M-Score-Modell ist nach wie vor die gangbarste Methode, Bilanzbetrug bei Unternehmen vorherzusagen.

Das besagt die online vorab veröffentlichte Studie in 'The Accounting Review'. M. Daniel Beneish, Professor für Rechnungswesen an der Indiana University und Erfinder des M-Scores, zeigt darin mit einem Kollegen von der Universität Maastricht, dass neuere Ansätze zu viele 'False Positives', also Fehlalarme, produzieren. Dadurch seien sie auch für Investoren nicht wirtschaftlich sinnvoll einsetzbar.

'Der Hauptzweck unseres Papiers besteht darin, Belege für die Kosten und Vorteile der Verwendung von Betrugsvorhersagemodellen zu liefern', betont Benish. Denn davon hänge ab, ob ihre Nutzung für Wirtschaftsprüfer, Investoren und Aufsichtsbehörden wirtschaftlich tragbar ist. Ein wesentliches Problem sind dabei False Positives. Denn mit jedem genaueren Audit eines verdächtigen Unternehmens laufen Kosten auf. Zudem fürchten die Anwälte großer Wirtschaftsprüfer laut Benish teure Rechtstreits mit Unternehmen, die aufgrund eines Fehlalarms zu Unrecht in Verdacht geraten sind.

'Meine Bemühungen, den M-Score im Auditing-Kontext zu verbessern, scheiterten daran, dass ich die Erfolgsquote des Modells nicht steigern konnte, ohne die Zahl der False Positives zu erhöhen', sagt Beneish. Der aktuellen Studie zufolge scheint das auch bei neueren Modellen nicht gelungen. Diese entdecken demnach zwar mehr Fälle tatsächlichen Bilanzbetrugs, liefern pro zusätzlichem Treffer aber auch über 100 mehr Fehlalarme. Das sei Beneish zufolge problematisch, da nur ein relativ geringer Teil der börsenotierten Unternehmen die Bilanzen frisiert. Wenn von 10.000 Firmen rund 60 betrügen, sei es eine Katastrophe, wenn ein Modell zu tausenden False Positives führt.

Für Wirtschaftsprüfer sei aufgrund der vielen Fehlalarme letztlich keines der sieben in der Studie untersuchten Modelle wirtschaftlich tragbar, schließen die Forscher. Für Investoren allerdings könnten sich unter dem Strich der M-Score sowie unter bestimmten Bedingungen der sogenannte F-Score lohnen. Ihr Einsatz ist also im Kontext, Fehlinvestitionen in unsauber buchführende Unternehmen zu verhindern, eine Überlegung wert.

Beim Klassiker M-Score ist bekannt, dass dieser frühzeitig große Schwindel erkannt hat. Für den US-Energiekonzern Enron, der 2001 in einem der größten Bilanzskandale der Geschichte unterging, hatten Studenten der Cornell University bereits 1998 mittels M-Score eine Bilanzfälschung vorhergesagt, als Wall-Street-Analysten noch Kaufempfehlungen aussprachen. Spätestens 2017 warnte der M-Score erstmals vor dem Pharmaunternehmen Kangmei Pharmaceutical. Dieses wurde 2019 in einem der größeren Bilanzskandale Chinas überführt, seit 2016 betrügerische Angaben zu machen.

pte/red

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

#Bilanz #Betrug #Kriminalität



Newsticker per eMail oder RSS/Feed!

Auch interessant!
China investiert in Europa
Es gibt wieder mehr chinesische Firmenübernahmen in Europa. Laut einer neuen Studie der Prüfungs- und Ber...

Strom und Produktion
Ein Fünftel der Unternehmen im Süden Chinas hat 2021 Einbußen bei der Produktion um mehr als 40 Prozent e...

BÖP-Bilanz für die Umwelt
'Um eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen, brauchen wir mehr als herkömmliche wirtschaftliche Maße wi...

Kritik: Anlage nicht nach Bedarf
Produkte im Anlage- und Vorsorgebereich seien nicht bedarfsgerecht und deshalb zu teuer am Markt angebote...

Erdöl in Nigeria und den USA
Die Fördermenge der Erdölindustrie in Nigeria ist mit weniger als 1,9 Mio. Barrel pro Tag auf ein Vier-Ja...

Programme finden Betrüger
Ein Programm, das von Forschern der Brigham Young University entwickelt wurde, kann auf Basis öffentlich ...

Erfolgreiche Unternehmen betrügen mehr
Je prominenter und finanzbezogen erfolgreicher ein Unternehmen gestellt ist, umso höher ist die Wahrschei...

Forum: Ihre Meinung dazu!

[AufZack Talk] [Forum]     
Ins Forum dazu posten...
Betreff/Beitrag:

   






Top Klicks | Thema Aktuell | Archiv

 
 

 


Youtube Handles 2022


Jaguar-Jubiläum


ID Treffen 2022


Charger SRT Elektro


Mini Aceman Concept


Immobilienkauf


Flying Spur S

Aktuell aus den Magazinen:
 Das Internet schneller durchsuchen Meta-Suchmaschine erspart viel Zeit
 Dreifachjackpot: 2,2 Mio. bleiben im Topf Lotto 6 aus 45 geht wieder in einen Jackpot-Lauf...
 Cloudflare durch IP-Sperren gestört Österreichs Filter behindern Infrastruktur
 Doppeljackpot am Mittwoch 1,4 Mio. Euro wandern im ersten Rang in den Topf
 Winterzeit ab 26.10. Uhren zurück drehen am Wochenende!

contator.net im Überblick:
 Webnews  WebWizard | Bundesland.at | Wien-Tipp.at | NewsTicker
 Business  Journal.at | Anfrage.net | plex | Seminar.At | BizTipp
 Auto  Auto.At | TunerAuto.At | OldtimerAuto.At | AutoTalk.At | AutoGuide.At | AutoBiz.At
 Freizeit  Style.at | Famili.at | Kinofilm.at | Musical.at | heavy.at | grlz | WitzBold | Advent.At
 Shopping  anna | Shoppingcity.at | SchatzWelt Gewinnspiele | Prozente.net Gutscheine
 Community  AufZack! | Flirtparty | Player | Schmuddelecke

Rechtliches
Copyright © 2022    Impressum    Datenschutz    Kontakt    Sitemap    Wir gendern richtig!
Tripple